Fahrrad-Demo in München ein voller Erfolg - 5000 Radler fordern das Rad-Gesetz!

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung fuhren bei der diesjährigen ADFC-Radsternfahrt am Sonntag rund 5.000 Teilnehmende aus der gesamten Metropolregion München auf autofreien Straßen durch die Landeshauptstadt. „Wir sind hochzufrieden mit der Teilnehmerzahl. Dass sich die Menschen aus München und dem Umland eine bessere Radverkehrsinfrastruktur wünschen, haben sie heute eindrucksvoll demonstriert“, erklärt Andreas Groh, stellvertretender Vorsitzender des ADFC München.
König Ludwig II. verliest königlich bayerisches Velo-Gesetz
Beim Eintreffen auf dem Königsplatz erlebten die Radlerinnen und Radler eine Überraschung: König Ludwig II., begleitet von seinen Gefolgsleuten auf Hochrädern, begrüßte die Massen und führte die Fahrraddemonstration zum Olympiapark an. Auf der Hauptbühne des Radl-Festivals SattelFest traf er auf die Teilnehmer*innen der vom ADFC organisierten Podiumsdiskussion. Als Unterstützer der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ verlas der Kini dort sein königliches Velo-Gesetz von 1880, das von ADFC-Historikern entdeckt worden war. Im Anschluss zog er sich Schwimmflügel an. „Die Schwimmflügel stehen für das Ziel, nicht wie er unterzugehen, sondern als Radfahrende im Verkehr gleichberechtigt mitzuschwimmen“, erläuterte Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Sprecherin der Initiative.
VIDEO (3.06 Min.) von München-TV

Ein Rad-Gesetz für Bayern!

Wir vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) möchten ein faires und sicheres Miteinander auf Straßen, Plätzen und Gehwegen. Wir wollen gute Luft und weniger Lärm in den Städten genauso wie auf dem Land. Weil dies schwer möglich ist, wenn alle mit dem Auto unterwegs sind, fordern wir die Verkehrswende, also den Ausbau des umweltfreundlichen Verkehrs. Und wir sind überzeugt, dass das Fahrrad ein sehr wichtiger Baustein für diese Verkehrswende ist.Damit das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 kein leeres Versprechen bleibt, ist deutlich mehr Geld und Personal nötig - und ein rechtlicher Rahmen!Denn ohne rechtliche Vorgaben bleibt weiterhin jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde in Bayern selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt.
Der ADFC Bayern - das sind wir alle! - demonstriert dafür am Sonntag, dem 22.4.2018 in München. 

Unser Kreisverband nimmt natürlich teil. Wir radeln geführt dorthin. Zunächst zur Studentenstadt und dann zum Königsplatz nach München.
Ab da sind wir dann viele Tausende - unterwegs zum Oly-Park. Näheres siehe hier...

„Radverkehrsprogramm Bayern 2025“: ADFC Bayern fordert verbindlichen Maßnahmenplan

Auf dem heutigen Fachgespräch auf der Freizeitmesse f.re.e sprach der Bayerische Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern e.V.) über konkrete Aufgaben und Hilfestellungen, die im Rahmen der Umsetzung des „Radverkehrsprogramms Bayern 2025“ auf die Kommunen und den Freistaat zukommen. Nicht zuletzt auf Anregung des ADFC Bayern hin hatte die bayerische Staatsregierung das Radverkehrsprogramm Anfang 2017 vorgestellt.

Der ADFC Bayern begrüßt das ambitionierte Ziel der bayerischen Staatsregierung aus dem Radverkehrsprogramm, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Gleichzeitig gehen dem Fahrrad-Club die Maßnahmen und der Stand der Umsetzung nicht weit genug.

„Wir sind mehr als skeptisch, dass eine Verdoppelung des Radverkehrs ohne enorme Verbesserungen der entsprechenden Infrastruktur erreicht werden kann“, sagt der Landesvorsitzende des ADFC Bayern, Armin Falkenhein. „Damit das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ kein leeres Versprechen bleibt, braucht es deutlich mehr Geld und Personal sowie einen rechtlichen Rahmen. Denn ohne rechtliche Vorgaben bleibt weiterhin jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde in Bayern selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt.“
21.2.2018

Veranstaltungen

Feierabendtour

26.04.2018, 17:30 Uhr
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1. Mai-Tour mit der AOK

01.05.2018, 10:00 Uhr
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Feierabendtour OG Isental

02.05.2018, 18:00 Uhr
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MTB-Feierabendserie 2018

03.05.2018
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Feierabendtour

03.05.2018, 18:00 Uhr
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Zur Aktion geht´s hier...

Polizei-Fahrradstaffeln - die Lösung!

Äußerst erfolgreich agieren die Berliner Polizei-Fahrradstaffeln. BIKE Bild Ausgabe 2.217 berichtet in einer Reportage über den Alltag zweier Radcops in der Bundeshauptstadt. Die beiden durchtrainierten Polizisten schildern, wie sie jeden Sünder stellen und trotzdem beliebt bei Rad- und Autofahrern sind. Wir meinen, so könnte es in München oder Erding auch sein! Warum es in Bayern diese erfolgreiche und zeitsparende Einrichtung nicht gibt, ist schleierhaft. Die Verkehrsunfälle sind stark rückläufig, überall dort, wo die Polizei-Fahrradstaffeln im Einsatz sind. Damit könnte dem ewigen Klagelied "Wir haben dafür kein Personal" begegnet werden! 6.2017 Horst Weise
Hier geht´s zum Artikel in BIKE Bild.

Bett+Bike APP des ADFC ist nun online -kostenfrei-

Mit der Bett + Bike-App lassen sich nun mehr als 6000 fahrradfreundliche Unterkünfte in Europa komfortabel aufspüren, egal, ob die Nutzer Hotels, Pensionen oder Campinkplätze bevorzugen. Die neue APP zeigt alle Betriebe in der Nähe des Standortes an, oder man sucht gezielt nach allen Betrieben und Campingplätzen an einem bestimmten Radfernweg, in einem Ort oder in einer touristischen Region. Infos hier...
Erklärt werden die Funktionen und es gibt Support.

Rad fahren in Kopenhagen

Immer wieder mal bringen wir  hier gute Beispiele, wie man andernorts das Rad fahren positiv begleitet und fördert.
Donnerstagmorgen, 8 Uhr: Es ist Rush-Hour in Kopenhagen – Fahrrad-Rush-Hour. Die ganze Stadt scheint mit dem Fahrrad unterwegs zu sein: Zwei Drittel der Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Schule, Uni oder Arbeitsstelle. Überall gibt es breite oder sehr breite Fahrradwege und die Fahrradmassen bewegen sich erstaunlich schnell und flüssig. (Video 7:46 Min.)
Viele Autofahrer sind aufs Fahrrad umgestiegen, denn in Kopenhagen heißt Fahrradfahren vor allem eines: schnell vorwärts kommen. Das hat auch zur Folge, dass wieder mehr Raum für Menschen entstanden ist. Wo früher Parkplätze waren, kann man heute gemütlich draußen vor einem Café sitzen. Das wünschten wir uns auch in Erding!
Ein weitere gutes Beispiel sehen Sie hier im Video 58 Min.:
Deutschlands Rad-Hauptstadt Münster demonstriert das Machbare. Aber auch Unmögliches in NRW wird gezeigt.

Radwegbenutzungspflicht wird in Städten abgeschafft - warum, lesen und sehen Sie hier

Bis Mitte der 1990er Jahre glaubte man allgemein, dass der Radfahrer am besten und sichersten auf Radwegen aufgehoben ist, getrennt vom Kraftverkehr. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt-Bericht V 184, 2009) zeigte jedoch, dass benutzungspflichtige Radwege keinesfalls das Unfallrisiko senken.
Ein Video zeigt anschaulich, dass Radfahren auf der Straße innerorts sicherer ist.Hier (4:37 Minuten)

Grüne Routen RegioCity - Der Radroutenplaner für München

Das Projekt "Grüne Routen RegioCity" bietet ausgesuchte Fahrradrouten, die meist abseits der Hauptverkehrsstraßen stressfrei, umweltschonend und ruhig aus dem Umland ins Münchner Zentrum führen. Mittlerweile sind es 42 Routen, die aus West, Süd, Nord und Ost in die City führen! Mehr...
Die Erdinger "Express-Routen nach und von München" sind in diesem Netzwerk enthalten.

Bringt das Fahrrad in die Stadt! Kampagnen in europäischen Städten

Dieses Video (ARTE - 13:41 Minuten) zeigt eindrucksvoll, welche Lösungen fahrradfreundliche Städte in Europa gefunden haben, um das Radfahren noch attraktiver und sicherer zu machen. Eine einzigartige unterirdische Abstellanlage hat Tokio seinen 9 Millionen Radfahrern spendiert.

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