Erding auf dem Weg zur Fahrradfreundlichkeit

Die nächste Hürde ist genommen - das Zertifikat wird erteilt werden. Hauptbereisung der AGFK am 4.11.2021

"Erding bekommt die Empfehlung zur Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen. Es gibt noch einiges zu tun, es ist aber auch schon sehr viel passiert, sagen die Prüfer" schreibt Antonia Steiger von der Erdinger SZ. "Erding ist jetzt fahrradfreundlich" titelt der Münchner Merkur".
Die Stadtbaurätin Birgit Zehetmaier als Vertreterin des bayerischen Ministeriums, Vanessa Rösch, in Vertretung der Geschäftsführerin und Robert Burschik  (ADFC Bayern) alle im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), radelten, geführt von Christian Famira-Parcsetich, Erdings Stadtentwickler und Fahrradbeauftragter und in Begleitung seiner Mitarbeiterin Bernadette Bleyleven, seines Kollegen Harald Woellert, Leiter der Abteilung Tiefbau, und dem 3. Bürgermeister Harry Seeholzer bei nasskaltem Wetter etwa 10 km durch die Stadt.. Mit dabei waren auch Jula Flötzinger, Stadtmarketing und POK Benjamin Brückner, zuständig für Verkehr, sowie Pressevertreter und Horst Weise vom ADFC Erding.
Bei der mehrstündigen Radtour überzeugte sich die Kommission davon, ob die Stadt ihre Hausaufgaben in der Radverkehrsförderung gemacht hatte. Letztendlich berieten sich die Mitglider der Bewertungskommission der AGFK  im Rathaus und fällten ein positives Urteil. Die Auszeichnung als "fahrradfreundliche Kommune" erfolgt im Januar 2022 in München. Hier gehts zum Artikel der SZ und des Erdinger Anzeigers.
Fotos: CR Sebastian Voichtleitner

 

neue Absteller beim Eisstadion in Erding

Sehr erfreulich ist, dass nun auch am fast fertigen Eisstadion 27 neue ADFC-zertifizierte Abstellbügel vorhanden sind. Ob die Überdachung auch bald folgt?

 

Weiter vorwärts gehts in der Stadt. Es wäre schön, wenn bereits vor dem Jahr 2035 deutlich spürbare Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrende zum Tragen kämen. Ein wichtiger Schritt dazu war die Einführung der 20er-Zone in der Altstadt. Ein Gefühl der Sicherheit gibt das vielen Radfahrenden leider noch nicht, wie
der Fahrradklimatest 2020 ergeben hat. 2/3 fühlen sich noch gefährdet!
Hier gehts zu den Details (Konzept der Großen Kreisstadt Erding).

 

Abstands-Hinweis-Schilder angebracht

Nach mehrmaliger Bitte, Pkw- und Lkw-Fahrer auf die Abstandsregelungen bei den Schutzstreifen im Stadtgebiet hinzuweisen, hat die Stadt nun reagiert. Großformatige Hinweisschilder zieren z..B. den Rennweg und die Alte Römerstraße in beiden Richtungen. Nun müssen diese nur noch von den motorisierten Verkehrsteilnehmern wahrgenommen und auch beachtet werden. Ob dies auch die bequemen Brotzeitholer tun, steht in Frage, wie das Bild oben rechts beweist.
Auch in anderen Straßen Erdings hängen nun die witterungssicheren Schilder. In der Innenstadt existieren sogar elektronische Varianten. Nachdem die Abstandsregeln nun klar in der StVO geregelt sind, hat man den Eindruck, dass sich der motorisierte Verkehr immer mehr daran hält.
(Stand April 2021)

 

Freisinger Str./Rennweg: Radschutzstreifen freigegeben

AGFK-Vorbereisung zur Antragstellung

 

 

Auch die Radschutzstreifen in der Freisinger Straße wurden begutachtet und getestet. Einmal wurde es knapp (Foto rechts).
bitte anklicken
Die Hauptbereisung steht in 2021 an.

Die Eröffnung in der Presse

Foto: Renate Schmidt SZ

Römerstraße Erding - die Schutzstreifen sind fertig

Aus dem "Erdinger Anzeiger" vom 9.8.2017:
Ab sofort haben die Radfahrer nun ihren eigenen Bereich. Stadtsprecher Christian Wanninger berichtet, „dass die Radstreifen dann von Autos überfahren werden dürfen, wenn kein Radler unterwegs ist“. Die Erfahrung der ersten Tage zeigt, dass so mancher Zweiradfahrer den Schutzstreifen noch nicht so recht traut. Einige nutzen weiterhin den Gehweg.Anwohner der Alten Römerstraße müssen sich jetzt umstellen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Parken ist hier ab sofort verboten, so Wanninger, da sonst die Radler auf die Autospur ausweichen müssten. Zwischen Kirche und Fliegerhorst wurden vor allem ab den Abendstunden etliche Autos, Liefer- und Lastwagen abgestellt. Sie müssen nun auf die Seitenstraßen oder auf die Grundstücke ausweichen.
Damit droht die Alte Römerstraße, die fast schnurgerade verläuft, zur Rennstrecke zu werden. Dessen ist man sich im Rathaus bewusst. Wanninger kündigt deshalb verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an. „Da wird sich das Ordnungsamt gezielt positionieren“, so der Stadtsprecher.
Die parkenden Autos wurden bis dato mit gemischten Gefühlen betrachtet: Einerseits sorgten sie, dass nicht zu schnell gefahren wurde, andererseits kam es immer wieder zu Unfällen, wenn vor allem nachts oder bei Nebel die Hindernisse auf der Fahrbahn zu spät erkannt wurden. Mit der Fertigstellung der Schutzstreifen geht ein ungeplant längeres Kapitel Verkehrs in Erding zu Ende. Jahrelang forderten die Geislinger die Sanierung der maroden Fahrbahn. Die Stadt weigerte sich lange, weil für die Reparaturarbeiten an sich der Freistaat Bayern beziehungsweise das Straßenbauamt zuständig ist, in dessen Trägerschaft sich die Straße bis 2013 befand.
Doch dann siegte die Verkehrssicherheit. Die Stadt erklärte sich bereit, die Schutzstreifen aufzubringen. Am 2. November 2016 begannen die Arbeiten. Anvisiert war die Fertigstellung im Mai.
Es sollte gründlich anders kommen, denn der Straßenuntergrund erwies sich vor allem in den Radbereichen als völlig marode. Das Tiefbauamt musste tiefer graben, um Bordsteine und Gullydeckel anzuheben. Nicht nur das verzögerte die Maßnahme. Hinzu kamen die vollen Auftragsbücher der Firmen. Nun hat das Vorhaben gut neun Monate gedauert. Gekostet hat es unterm Strich 439 000 Euro. Kalkuliert waren 227 000 Euro. Da kannte man die Probleme unter der Erde noch nicht.
In ein paar Jahren soll die Alte Römerstraße nur noch den Anliegern dienen. Im Zuge der Nordumfahrung plant die Stadt einen Zubringer durch den Fliegerhorst. Der soll den regen Verkehr Richtung Berglern, Wartenberg und Fraunberg aufnehmen. Text Hans Moritz

Bisher respektieren Pkw- und Lkw-Fahrer die Neuregelung. Ob sie auch den nötigen Sicherheitsabstand zu den Radfahrern halten, bleibt abzuwarten. Vorgeschrieben lt. diverser Gerichtsurteile sind 1,50 - 2 Meter. 16.08.2017 Horst Weise

Verkehrsgerichtstag Goslar mahnt Mindeststandards in Städten an


Beim Verkehrsgerichtstag vom 25. bis 27. Januar 2017 in Goslar sprachen die Experten auch Empfehlungen zur Sicherheit des Radverkehrs aus und stärkten damit viele Vorschläge des ADFC. Der Verband hat die Interessen der Radfahrer mit einem Fachbeitrag auf der Konferenz vertreten und wertet den Ausgang als vollen Erfolg.

1.3.2016 Unternehmen-heute.de
Der Pressedienst-fahrrad hat zusammengetragen, was dem Wähler "Radfahrer" bei den anstehenden Wahlen in den Ländern und dem Bund 2017 wichtig ist. Es kann politischen Entscheidern eine hilfreiche Grundlage sein, sich in dessen Psyche hineinzuversetzen. Klare Botschaften - auch an die Radfahrer!
Die Forderungen:
Mehr Mut und Weitsicht bei der Verkehrsplanung - Radfahren nicht nur sicher, sondern attraktiv machen - 
Mehr Freiheiten, mehr Möglichkeiten - Als Radfahrer Eigenverantwortung übernehmen. Hier

Was Menschen motiviert, trotz des dominierenden motorisierten Verkehrs Rad zu fahren

Bei der vorhandenen Dominanz des Autoverkehrs fällt es nicht leicht, sich für die Nutzung des Fahrrads zu entscheiden. Um den Alltagsradverkehr erfolgreich zu steigern, sind aber auch menschliche Empfindungen, Gewohnheiten und Wahrnehmungen zu berücksichtigen. Eine attraktive, geradlinige Radverkehrsinfrastruktur, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert, weitere Infrastrukturmaßnahmen wie Radabstellanlagen, Reparaturstationen und Reparaturservice, Ladestationen, Poolfahrräder für Dienstwege und Parkraumbewirtschaftung führen zu mehr Akzeptanz. All diese Dinge sieht Thiemo Graf als wichtig an, wenn man Marketing fürs Radfahren betreiben möchte.
Im Aktiven-Seminar des ADFC Bayern am 25-27.11.2016 referierte er zum Thema: "Umstieg aufs Rad - die motivierende Radinfrastruktur"

Gratulation an Ingolstadt! Hier wird gezeigt, wie´s geht.

Unser Verkehrsexperte Vilmar Eggerstorfer meint dazu:
"Diese Straße ist für den Radverkehr nicht ganz einfach zu verbessern. Ihr Gesamtquerschnitt bietet zu wenig Raum für angemessene Breiten von Gehwegen und Radspuren und Kfz-Fahrspuren (Schwerverkehr im Begegnungsfall). Außerdem ist sie sehr langgezogen und leider zu gerade für Tempo 50 oder gar Tempo 30. Sie ist damit nicht vergleichbar mit der Dorfener Straße.
Abgestellte Kfz in der Alten Römerstraße werden nur durch permanent rigorose Kontrolle und Restriktion zu vermeiden sein. Dabei könnten aber auch gleichzeitig die Geschwindigkeits-überschreitungen geahndet werden. Wir wissen alle, dass das Wunschdenken bleibt...
Bei Minimalmaßen für die Radstreifen werden - gerade an der Straße - viele Radler trotzdem
den Gehweg benutzen." 25.8.2016

Über 100 neue Fahrrad-Abstell-Bügel beim Schwimmbad in Erding

Die Stadtwerke Erding haben Wort gehalten: Bis zum Saisonbeginn 2016 wollte man alle alten Fahrrad-Abstellbügel beim Schwimmbad-Parkplatz in Erding durch neue, ADFC-zertifizierte Exemplare ersetzen. Gestern nun war es so weit.
Fast 200 Räder haben an den von beiden Seiten zugänglichen Gronard-Bügeln Platz. Nun können auch die Rahmen der Räder angesperrt werden, der Stand ist sehr stabil, so dass auch mal ein Kind im Sitz sicher Platz nehmen kann. Der Parkraum wird durch die Hoch-Tief-Stellung optimal genutzt. Jetzt können Badegäste auch ihre hochwertigen Räder bedenkenlos abstellen.
Unser Dank gilt Frau Hatt vomStadtenwicklungsamt und Herrn Ruthner, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Erding. Vorausgegangen waren Gespräche des ADFC mit OB Max Gotz und den Entscheidern. 
Horst Weise 29.4.2016 

Neue Tempo 30-Zone in Erding

Im Rahmen des 2014 verabschiedeten Tempo 30-Konzepts sind in Erding weitere Straßenzüge umgewidmet worden. Seit kurzem gilt in St. Paul und der Sportfeldstraße Tempo 30. Damit hat sich auch die Verkehrsregelung geändert, denn in solchen Zonen gilt rechts vor links. Schilder weisen darauf hin.
Dezember 2015

Haager Straße: Benutzungspflicht in beide Richtungen aufgehoben, aber... siehe Anmerkung!

Wie es die aktuelle StVO vorsieht, ist die Benutzungspflicht auf dem straßenbegleitenden Radweg in der Haager Straße nun aufgehoben. Stadteinwärts trafen hier früher links fahrende Radfahrer auf Fußgänger, entgegenkommende Radfahrer und aus den Anliegergrundstücken tretende Bewohner. Auf dem schmalen Rad-/Fußweg begegnete sich also eine nicht ungefährliche Gemengelage von unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern. Überdies setzten aus- und einfahrende Pkws Radfahrer zusätzliche Gefahren aus, weshalb letztes Jahr rote Querungsteppiche aufgebracht wurden.
Nun bewegen sich nur noch Fußgänger und sehr langsam fahrende Radler auf dem Weg. Wie im Stadtpark gilt: Fußgänger haben absoluten Vorrang - Klingeln ist verboten - Schritt- oder angepasste Geschwindigkeit dient der Rücksichtnahme. Schnelle Radfahrer und Pedelecs benutzen nun beidseits die Straße. Es wird dauern, bis sich daran auch der motorisierte Verkehr gewöhnt hat. (Mai 2015).
Anmerkung
Die Aufhebung der Benutzungspflicht für Radfahrer auf dem früheren gemeinsamen Fuß-Radweg entlang der Wohnhäuser ist leider bei vielen Radfahrern noch nicht angekommen. Unbekümmert fahren sie, z.T. mit Pedelecs, in zu hohem Tempo und in beiden Richtungen den Fußweg entlang. Dabei setzen sie sich nach wie vor der Gefahr aus, von abbiegenden Pkw-Fahrern übersehen zu werden. Außerdem trifft sie nun im Falle eines Unfalls mit Fußgängern die alleinige Schuld. Es darf hier nur noch im Schritt-Tempo bzw. mit angepasster Geschwindigkeit gefahren werden.(Dezember 2015)

OB Max Gotz im Videoblog

Der Oberbürgermeister der Stadt Erding Max Gotz bedient sich modernster Medien, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
Den Videoblog zum Thema "Radverkehrs-Konzept" sehen Sie hier.

Bis voraussichtlich Ende 2014 soll auch die Verbindung Pretzen-Aufhausen für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden. OB Max Gotz beschreibt hier, windumtost, die Lage.

© ADFC Erding 2022